Das letzte Stündchen. Wir reden übers Sterben

Das letzte Stündchen: #4 mit Zora Debrunner

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Zora Debrunner spricht in dieser Folge über das Lebensende, über Sterben und Trauer. Zum Beispiel über den frühesten Tod, den sie in ihrem Leben erlebte: Sie war zwei Jahre alt, als ihr neugeborener Bruder starb. Sie erlebte diesen Tod trotz des jungen Alters bewusst und denkt bis heute oft an ihren Bruder. "Der Tod meines Bruders stellte unsere gesamte Familie auf den Kopf. In meinen Augen hat sich meine Mutter von diesem Trauma nie wirklich erholt", sagt Zora. Als sie 30 war, starb ihre Mutter. "Das war bisher vermutlich der schlimmste Verlust in meinem Leben." Inzwischen ist Zora 43, sie begleitete ihre an Demenz erkrankte Oma bis zu deren Lebensende und verarbeitete viel Erlebtes schreibend in ihrem Blog "Demenz für Anfänger", woraus auch ein Buch entstanden ist. Vor wenigen Monaten erst starb ihr Vater. Sie trauert noch. "Das Loslassen passiert bei mir in Schüben. Das weiss ich inzwischen von mir und darum lebe ich das auch so." Immer wieder liest man darum in ihrem Blog von ihren Erinnerungen, ihrer Trauer, ihrem Umgang mit dem Verlust. Das Schreiben, so Zora, sei für sie immer schon enorm wichtig gewesen. Es hilft ihr beim Umgang mit ihren Gefühlen. Wie Zora mit dem Sterben umgeht, beeindruckt mich. Sie sagt, der Tod habe bisher in ihrem Leben eine grosse Rolle gespielt und tue das weiterhin. Aber das Leben, sagt Zora entschieden, spiele die grössere Rolle.


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